
Mit einer festlichen Andacht, vielen Gästen und einem bunten Familienprogramm hat die Evangelische Kita Jona jetzt offiziell ihre neuen Räumlichkeiten an der Thomas-Mann-Straße eingeweiht. Nach einem langen Planungs- und Umsetzungsprozess blickten Kinder, Familien, Mitarbeitende, Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Verwaltung gemeinsam auf einen besonderen Meilenstein zurück. Die Einrichtung ist von zwei auf vier Gruppen gewachsen und bietet heute Platz für rund 70 Kinder.
Schon zur Andacht im großen Bewegungsraum wurde deutlich, wie groß das Interesse an der neuen Kita ist. Nicht alle Besucherinnen und Besucher fanden einen Platz. Diakonin Simone Hansen griff in ihrer Ansprache die Geschichte des Namensgebers Jona auf. Dieser habe sich bekanntlich mit einem Ortswechsel schwergetan, sei vor seiner Aufgabe geflohen und schließlich im Bauch eines Wals gelandet. Doch Gott sei stets an seiner Seite geblieben. Diese Botschaft übertrug Hansen auf die Kita: Auch beim Umzug von der alten in die neue Einrichtung sei Gott mitgegangen.
Für die Kita Jona ist die Eröffnung zugleich ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Im kommenden Jahr feiert die Einrichtung bereits ihr 70-jähriges Bestehen. Mit dem Umzug habe man den mutigen Schritt gewagt, die bisher zweigruppige Kita zu einer viergruppigen Einrichtung weiterzuentwickeln. Die neue Kita vereint Kinder aus der bisherigen Kita Jona, Familien aus der ehemaligen Kita Bullerbü sowie neu aufgenommene Familien. Auch das Team ist deutlich gewachsen und setzt sich heute aus langjährigen Mitarbeitenden und neuen Kolleginnen und Kollegen zusammen.
Kita-Leiterin Sarah Pelster zog nach dem ersten Monat am neuen Standort eine positive Bilanz: „Wir sind angekommen und fangen an, uns zuhause zu fühlen.“ Die vergangenen Monate seien von zahlreichen Herausforderungen geprägt gewesen. Umso größer sei die Freude darüber, dass der Prozess nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte. „Alle haben an einem Strang gezogen – Familien, Team, Trägerverbund, Kirchengemeinde, Stadt und Kreisjugendamt. Gemeinsam haben wir alle Hindernisse überwunden. Es war ein langer, aber wirklich gelungener Prozess, der sich vollumfänglich gelohnt hat.“
In den Grußworten wurde dieser Gemeinschaftsgedanke immer wieder aufgegriffen. Florentine Enders, stellvertretende Geschäftsführerin des Trägerverbundes (TfK-Verbund), betonte die Bedeutung der Einrichtung als Ort gelebter Werte: „Möge diese Kita ein Ort sein, an dem Gottes Liebe spürbar wird.“
Die Grüße des Kirchenkreises überbrachte Synodalassessorin Birgit Gillmann. Passend zur Vielfalt in der Kita hatte sie einen bunten Blumenstrauß mitgebracht. Dieser stehe symbolisch für die vielen unterschiedlichen Menschen, die die Einrichtung prägen. „Wir sind sehr froh, dass alle die Ausdauer gehabt haben“, sagte Gillmann. Die Kindertageseinrichtungen lägen dem Kirchenkreis besonders am Herzen. Mit insgesamt 23 Kitas begleite man viele Familien in der Region.
Auch Bürgermeisterin Pamela Westmeyer blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück. Mit einem Augenzwinkern knüpfte sie an die Jona-Geschichte an: „Teilweise haben wir uns selbst wie im Bauch eines Wals gefühlt und kein Licht gesehen.“ Doch mit gemeinsamer Stärke und Vertrauen sei das Vorhaben schließlich gelungen. Besonders anerkennenswert sei der Mut gewesen, die Einrichtung trotz sinkender Geburtenzahlen zu vergrößern. Gleichzeitig wachse durch die neue Kita auch die Stadt weiter zusammen. „Es wachsen nicht nur zwei Kitas zusammen, sondern auch Menschen. Es entstehen neue Begegnungen und neue Freundschaften.“
Dass sich der Neustart bereits bewährt hat, zeigt sich nach Ansicht der Einrichtungsleitung auch bei den Kindern. Die Eingewöhnung sei deutlich schneller verlaufen als erwartet. „Die Ängste, die wir als Erwachsene hatten, haben sich bei den Kindern als unbegründet gezeigt“, sagte Sarah Pelster. Die Kinder hätten die neuen Räume, neuen Freundschaften und neuen Möglichkeiten schnell angenommen.
Nach dem offiziellen Teil wurde gefeiert. Eine Cafeteria lud zum Verweilen ein, während sich die Kinder an einer Popcornmaschine, einem Eisstand, einem Bilderbuchkino und verschiedenen Spielangeboten erfreuen konnten. Kinderschminken, ein Luftballonspiel, Schmetterlingsfangen, ein Wunschbaum sowie ein Schätzglas sorgten für viel Spaß und Begegnungen.
Am Ende des Tages überwog bei allen Beteiligten ein Gefühl: Die neue Kita Jona ist nicht nur größer geworden, sondern hat bereits begonnen, zu einem gemeinsamen Zuhause für Kinder, Familien und Mitarbeitende zu werden. Ein Zuhause, das beste Voraussetzungen für die nächsten Jahrzehnte bietet.
(Textquelle: Ev. Kirchenkreis Halle)





























Das was? Na, das Spöggsken!