Schul- und Bildungsministerin Feller zu Besuch im Kreis GT: Größte Herausforderung sieht Ministerin durch erkrankte Lehrkräfte

Im Gebäude für den neunten und zehnten Jahrgang endete der rund einstündige Besuch von Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller (l.). Schulleiterin Uta Habig (Mitte) und ihre Stellvertreterin Barbara Menke zeigten ihr die Schule und erläuterten das Konzept (Foto: Kreis Gütersloh).

Ein halber Tag, fünf Schulen in Ostwestfalen-Lippe: Nordrhein-Westfalens Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller startete ihre Schulbesuchstour in OWL in Rheda-Wiedenbrück. In der Kopernikusschule, Förderschule des Kreises Gütersloh mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, informierten Schulleitung, Lehrkräfte und Vertreter des Kreises als Schulträger über den Unterrichtsalltag, die Herausforderungen während der Pandemie und den Schulstart. Angetan war die Ministerin von den Räumlichkeiten und der Ausstattung der Schule. Ihr sei jedoch auch klar, dass nicht alle Schulträger diese Möglichkeiten besäßen wie der Kreis Gütersloh. Und über den Vermieter sagte Schulleiterin Uta Habig: „Wir haben einfach Glück gehabt und haben einen Vermieter, der ein Herz für unsere Schule und unsere Schülerinnen und Schüler hat.“

Feller erkundigte sich vor Ort auch, wie man in der Praxis mit den neuen Konzepten in Sachen Corona aus dem Schulministerium leben könne. Gerade für eine Förderschule sei die Flexibilität von hohem Wert, erklärte Habig. So etwa bei der Frage des Maskentragens. Dies nur freiwillig zu tun, sei angesichts zurückgehender Bereitschaft zum Tragen einer Maske gut. „Sie kennen die Situation vor Ort besser“, betonte Feller und bot an, dass die Schulleitung jederzeit über die Bezirksregierung Rückmeldung geben könne, wenn es Optimierungsbedarf gäbe. Die große Herausforderung sehe sie angesichts der aktuellen Entwicklung darin, dass sich vermehrt Lehrkräfe anstecken könnten nach dem die Schule wieder begonnen hat. Gerade für eine Förderschule mit diesem Schwerpunkt ein Problem, weil die Schülerinnen und Schüler noch mehr als anderswo auf ihre Bezugspersonen angewiesen seien, so Habig.

Von der Pandemie, die der Digitalisierung in den Schulen einen Schub gegeben hat, lenkten die Gesprächspartner den Blick der Ministerin auf ein Herzensprojekt der Bildungslandschaft im Kreis: Kreisdirektorin Susanne Koch lud Feller zu einem weiteren Besuch ein, um ihr das Projekt ‚Schule und digitale Bildung‘ vorzustellen. Ziel des Projekts ist es, den digitalen Wandel in der Bildungsregion Kreis Gütersloh voranzubringen und Schulen und Schulträger bei diesen komplexen Prozessen weiterhin zu unterstützen. Die Kooperationspartner Kreisverwaltung Gütersloh, Bildungsbüro und Kompetenzteam des Kreises Gütersloh als Vertretung der Landesseite, Bertelsmann Stiftung und Reinhard Mohn Stiftung sind 2017 an den Start gegangen – lange vor der Coronapandemie und den sich daraus ergebenen Fragen der Digitalisierung an den Schulen.

 

(Text- und Bildquelle: Referat Presse – Kreis Gütersloh)