Kreisverwaltung will eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache in Versmold-Oesterweg errichten

Der Kreis Gütersloh hat als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und deren Bewohnerinnen und Bewohnern die ukrainische Flagge vor dem Kreishaus in Gütersloh gehisst (Foto: Kreis Gütersloh).

Die Kreisverwaltung will eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache in Versmold-Oesterweg errichten. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport stimmten die Mitglieder einstimmig für die Aufnahme weiterer Planungen und Verhandlungen zwischen dem Kreis und der Stadt.

In den kommenden Jahren sei mit einem erheblichen Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen. Das ergeben aktuelle Prognosen der Gebit Münster, die die Schulentwicklungsplanung begleitet hat. Da die räumlichen Kapazitäten an der Regenbogenschule in Rheda-Wiedenbrück trotz eines angebauten Pavillons ausgeschöpft sind, soll eine weitere Förderschule im Kreis errichtet werden. Damit der Bedarf in Zukunft gedeckt ist, soll der neue Standort Platz für sieben Lerngruppen mit jeweils 13 Schülerinnen und Schülern bieten.

Mitte vergangenen Jahres wurde die Kreisverwaltung von der Politik beauftragt, mit der Planung einer Förderschule im Norden des Kreises zu beginnen. Seitdem hat die Verwaltung Gespräche mit den Kommunen geführt und Immobilien vor Ort besichtigt. Letztendlich fiel dabei die Wahl auf das Gebäude der ehemaligen Grundschule Oesterweg in Versmold. Die Grundschule ist vor einigen Jahren in das direkt angrenzende Gebäude der aufgelösten Matthias-Claudius-Schule gezogen und nutzt noch einige Räume ihrer alten Schule. Das Schulgelände ist großzügig gestaltet und die Bushaltestellen sind so angelegt, dass sie für den Schülerspezialverkehr genutzt oder bei Bedarf noch angepasst werden können. Durch die räumliche Nähe der beiden Primarschulen erhofft sich die Kreis- sowie die Stadtverwaltung wertvolle, inklusive Impulse für die weitere Entwicklung der Kinder.

Das derzeitige Schulgebäude mit einer Fläche von rund 600 Quadratmetern reicht nicht aus, um die sieben Lerngruppen unterzubringen. Daher muss zusätzlicher Schulraum für Klassen- und Differenzierungsräume geschaffen werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe ab 2026 einen Anspruch auf einen Platz im Offenen Ganztag (OGS) haben und dadurch mehr Raumbedarf entsteht.

Die Stadt Versmold hat signalisiert das Schulgebäude umbauen und sanieren zu wollen, um dies danach an den Kreis zu vermieten. Voraussichtlich könne der Betrieb an der Förderschule im Sommer 2024 an den Start gehen.
In den kommenden Sitzungen informiert die Kreisverwaltung die Politik über die weitere Entwicklung und die nächsten Schritte. Sobald eine Kostenschätzung vorliegt und die Planungen konkret sind, müssen nach der Abstimmung mit der Schulaufsicht in Detmold die Politikerinnen und Politiker erneut darüber abstimmen.

 

(Text- und Bildquelle: Referat Presse – Kreis Gütersloh)