Kita Jona in Harsewinkel & drei weitere Kitas im Kirchenkreis Halle mit Gütesiegel ausgezeichnet!

Die Mitarbeitenden der vier Kitas, des Trägerverbundes und der Kirchengemeinden feierten gemeinsam die Zertifizierung (Bild: Ev. Kirchenkreis Halle).

Es ist ein Moment der Freude, der Dankbarkeit – und auch des Stolzes: In der Borgholzhausener Kirche stehen die Teams von vier Kindertageseinrichtungen gemeinsam im Mittelpunkt. Hinter ihnen liegen Monate intensiver Arbeit, vieler Gespräche und unzähliger kleiner Schritte. Nun halten sie das Ergebnis in den Händen.

Dr. Hanna Kaerger-Sommerfeld von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) überreichte die Zertifikate an die Kita Jona aus Harsewinkel, die Kita Pusteblume aus Borgholzhausen sowie die Kitas Bokel und Künsebeck aus Halle – und würdigte damit ihre erfolgreiche Zertifizierung mit dem Evangelischen Gütesiegel BETA.

Der feierlichen Übergabe ging eine Andacht mit Pfarrerin Birgit Gillmann und Pfarrer Christian Eckey voraus – ein bewusst gewählter Rahmen für einen besonderen Meilenstein.

Ein Weg, der sichtbar macht, was bereits geleistet wird – „Ihre pädagogische Arbeit wird so transparent und nachvollziehbar für die Eltern“, machte Pfarrerin Birgit Gillmann in ihrem Impuls deutlich. Gleichzeitig erinnerte sie an den langen Weg dorthin – an viele einzelne Schritte, die notwendig waren, um die Auszeichnung zu erreichen.

Diese Schritte seien nicht nur organisatorischer Natur, sondern Ausdruck einer Haltung: den eigenen Anspruch immer wieder zu reflektieren, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Genau dafür steht auch das Bundesrahmenhandbuch, das 2009 gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung und Gütesiegel in Kirche und Diakonie entwickelt wurde. Es bildet bis heute die Grundlage für Qualitätsmanagement in Kitas und ermöglicht die Verleihung des BETA-Gütesiegels.

Teamarbeit, die Spuren hinterlässt – Was an diesem Tag besonders spürbar wird: Diese Auszeichnung trägt viele Namen. „Diese Zertifizierung ist keine Einzelleistung – sie ist Teamarbeit“, brachte es Florentine Enders, stellvertretende Geschäftsführerin des Trägerverbundes, auf den Punkt. Gemeinsam mit Geschäftsführer Sven Borgsen sowie den Fachberatungen Simone Grundmann und Kerstin Rohdenburg sprach sie den Teams ihre Hochachtung aus.

Auch Simone Grundmann rückte den eigentlichen Kern des Prozesses in den Fokus: „Es geht bei dem Gütesiegel nicht um reine Dokumentation, es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und die eigene Arbeit sichtbar zu machen.“

Genau dieses Miteinander wurde immer wieder betont: Kita-Teams, Träger, Elternfördervereine und Fachberatung – sie alle haben ihren Anteil an diesem Erfolg. Symbolisch gesprochen: Jeder hat seine eigenen Fußspuren hinterlassen.

Und diese Spuren geben Kindern Halt. Sie helfen ihnen, „einen festen Standpunkt zu finden und eigene selbstbewusste Schritte zu gehen“, so Birgit Gillmann.

Ein Auftrag, der über Bildung hinausgeht – Dabei ist die Arbeit in evangelischen Kitas mehr als reine Bildungsarbeit. Sie folgt einem klaren Auftrag: Kindern Geborgenheit zu schenken und ihnen erfahrbar zu machen, was es bedeutet, im Vertrauen auf Gott zu leben. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Kinder sich sicher fühlen, wachsen können – und lernen, ihren eigenen Weg zu gehen. Die nun ausgezeichneten Einrichtungen zeigen, wie dieser Anspruch im Alltag gelebt wird.

Teil einer großen Gemeinschaft – Dr. Hanna Kaerger-Sommerfeld hob in ihrer Ansprache hervor, dass das Gütesiegel in erster Linie das sichtbar mache, was in den Kitas längst geleistet werde. Das zugrunde liegende Handbuch sei dabei ein wertvolles Instrument zur Reflexion. Mit der Zertifizierung werden die vier Einrichtungen Teil eines großen Netzwerks: Rund 900 Kitas im Bereich der Diakonie RWL tragen bereits das Gütesiegel. Ein Blick in die aktuellen Auditberichte bestätigt die Qualität der Arbeit vor Ort. Aussagen wie
„Zusammenarbeit im Team ist eine besondere Stärke“, „positive Wirkung im Lebensumfeld der Kinder“, „das Kind steht im Mittelpunkt“ oder „eine Einrichtung mit besonderem pädagogischem Schatz“ unterstreichen eindrucksvoll, was die Kitas auszeichnet.

Ein starkes Zeichen für die Zukunft – Der feierliche Tag in Borgholzhausen ist damit nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein Aufbruch. Die Auszeichnung mit dem BETA-Gütesiegel steht für Verlässlichkeit, Qualität und gelebte Werte – und sie ermutigt die Einrichtungen, ihren Weg konsequent weiterzugehen. Oder, wie es in der Andacht sinnbildlich anklingt: Viele Schritte wurden bereits gegangen. Und doch liegt noch ein ganzer Weg vor ihnen – ein Weg, auf dem Kinder begleitet werden, ihre eigenen Spuren zu hinterlassen.

 

(Bild- und Textquelle: Ev. Kirchenkreis Halle)