Der traditionelle Aktionstag „Altes Handwerk“ rund um das Heimatmuseum Marienfeld hatte seinen Besuchern am Sonntag so einiges zu bieten. Die Verantwortlichen des Vereins Heimatmuseum Marienfeld e.V. freuten sich sehr über den starken Zuschauerzuspruch.
Dafür haben die Ehrenamtlichen im Vorfeld wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Im Backhaus konnten Interessierte Berthold Dopheide und Paul Refi über die Schulter schauen. Dabei konnten man das alte Bäckerhandwerk erleben und vor allem auch schmecken, denn hier wurden u. a. frisches Kümmel- und Rosinenbrot, Flammkuchen, Streuselkuchen, Partyzöpfe und Dinkelvollkornbrot angeboten. Alles klassisch aus Sauerteig und ohne Zusätze zubereitet. Nach alter Handwerkskunst im originalgetreuem Holzofen gebacken.
Direkt nebenan konnte man mit Schmied Markus Randerath Einblicke in die traditionelle Schmiedekunst erlangen. Hierbei wurden die Arbeitsschritte vom Erhitzen über das Formen bis hin zum Abkühlen der Metalle nach alter Handwerksart demonstrier und veranschaulicht. Neben Beschlägen und Scharnieren für das Museum sowie für das Marienfelder Bürgerhaus, Bolzen und Ersatzteile für die nahegelegene Sägemühle oder für Pferdewagen, werden hier auch regelmäßig schöne Deko-Artikel aus Hufeisen gefertigt.
In der Museumsscheune konnte ein alter Webstuhl aus dem Jahr 1850 live in Aktion bewundert werden. Während Weberin Nicole Randerath hoch konzentriert neue Fäden einholte, versorgte sie ihre stauenden Gäste mit allerhand technischem Fachwissen zu ihrem historischen Arbeitsgerät. Dabei begeisterte sie mit handwerklichem Geschick, lustigen Anekdoten und verblüffenden Zahlen in Bezug auf die Arbeitsstunden, die für Fertigung von Küchentüchern oder andere Webprodukte früher normal waren und heute kaum noch vorstellbar geschweige denn bezahlbar sind.
Die an diesem Tag zeitlich fest terminierten Vorführungen zum historischen Handwerk des Seiler sowie der Piumer Drescher, die gesellig das historische Handwerk des Dreschens mit Dreschflegeln veranschaulichten, rundeten das kurzweilige Programm zum Thema „Altes Handwerk“ informativ ab. Darüber hinaus gab es mit dem beliebten Entenrennen, traditionellem Bogenschießen mit Heidi und Bernfried Unkell, sowie zahlreichen Informations- und Verkaufsständen auf dem Museumsgelände vieles zu entdecken und zu erleben. Auch die nach traditioneller handwerklichen Art hergestellten Bäckerei-, Schmiede- und Weberei-Erzeugnisse, fanden hier viele Liebhaber und konnten somit einen kleinen finanziellen Beitrag zur Erhaltung des Museums beitragen.
Das Marienfelder Heimatmuseum ist samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei und Führungen für kleine Gruppen sind nach Terminabsprache und gegen eine kleine Spende jederzeit möglich. Auch für Kindergärten, Schulen oder Kindergeburtstage erstellen die Ehrenamtlichen gerne ein individuelles Programm. Der nächste Aktionstag „Backen mit Kindern“ steht im Rahmen der Ferienspiele für kommenden Mittwoch auf dem Programm und spätestens im Oktober öffnet das Backhaus seine Ofentüren auch wieder für alle anderen Museumsbesucher.
































Das was? Na, das Spöggsken!