
Jedes Jahr kämpfen am dritten Wochenende im Juli die besten deutschen Rettungssportler um Podiumsplätze und die Gesamtwertung im DLRG Cup. Dieses bewährte Format fand in diesem Jahr unter einem neuen Titel statt: 1. Deutsche Ocean Meisterschaft. Es reisten 39 Ortsgruppen mit insgesamt 270 Teilnehmern an, um die ersten deutschen Ocean Meister zu ermitteln. Auch Ortsgruppen aus Schweden, Belgien, Dänemark und der Schweiz nahmen teil. Die Wertung erfolgte in zwei Altersklassen den U19 jährigen Athleten und der offenen Altersklasse (ab 19 Jahren).
Der Strand am Warnemünder Leuchtturm wandelte sich in eine Rettungssportarena in der in drei Tagen 6 Einzel- und 5 Mannschaftsdisziplinen die Sieger zu ermitteln waren.
Bereits am ersten Wettkampftag ging ein Einzeltitel an Jule Erdmann im Strandsprint. Gefolgt vom jeweiligen Sieg der beide Strandsprintstaffeln weiblich (Svea Brockmann, Luisa Brockmeyer, Jule Erdmann, Viveca Hermann) und männlich (Ben Brinkmann, Craig McClymont, Marlon Ostfechtel und Jörn Tophinke). Im Surfrace dem Brandungsschwimmen wurde Lara Schulte Vizemeisterin.
Hochmotiviert startete man in den zweiten Wettkampftag unter besten Wetterbedingungen. Auf dem Programm stand zunächst das Board Race welches Craig McClymont souverän für sich entscheiden konnte, Ben Brinkmann wurde 4. und Jörn Tophinke 6., die zugehörige Staffeldisziplin Board Rescue konnten Craig McClymont und Ben Brinkmann ebenfalls für sich entscheiden. Die weibliche Staffel mit Jule Erdmann und Lara Schulte holte den Vizetitel. Bereits am Vormittag hatte sich Jule Erdmann ihren zweiten deutschen Meistertitel in der Disziplin Beach Flags geholt, hier wurde Svea Brockmann 5. und Viveca Hermann 16.
Am gleichen Nachmittag folgte die Königsdisziplin Ocean (wo)man, hier werden alle Elemente des Rettungssport in einer Disziplin kombiniert, wo bei es sich diesmal um eine Eliminatorvariante handelte. Im ersten Durchgang qualifizierten sich die ersten 12 Sportler für Runde zwei, aus der dann noch 8 Sportler in die dritte und letzte Finalrunde einziehen durften. Besonders schwierig gestaltete sich die Renneinteilung, da in jedem Lauf die Reihenfolge der Disziplinen variierte. Bei den Juniorinnen setzten sich bis ins Finale Lara Schulte und Jule Erdmann durch. Lara wurde Vizemeisterin und Jule belegte den 7. Platz. Den beiden Junioren Ben Brinkmann und Craig McClymont stellte sich kein Konkurrent in den Weg, Ben gewann das Rennen vor Craig und Jörn Tophinke wurde 4.
Nach einem kräftezehrenden langen zweiten Wettkampftag ging es mit dem Surf Skirace weiter, allerdings hatte das Wetter nach einem heftigen Gewitter am Vorabend umgeschlagen, so dass nun mit hohem Wellengang zu kämpfen war. Hier profitierte Harsewinkel von vorherigen Trainingslagern in Frankreich und Südafrika. Craig McClymont (2.), Ben Brinkmann (5.) und Jörn Tophinke (7.) kämpften sich ins Ziel, in einem Rennen welches durch viele gekenterte Sportler und ihre unbemannt treibenden Surfski gezeichnet war. In der weiblichen Klasse hielt sich Luisa Brockmeyer lange auf dem 3. Platz, bis auch sie kurz vor dem Ziel von einer Welle erfasst wurde und den Surfski verlassen musste. Sie ließ sich allerdings davon nicht beeindrucken und beendete das Rennen auf dem sehr guten 4. Platz. Es folgten noch die Mannschaftsdisziplinen Rescue Tube Rescue Junioren männlich (3.) und Oceanman Relay (1.) Die Juniorinnen konnten am Samstag keine vollständige Mannschaft mehr stellen und starteten nicht. Den Abschluss bildete die Mixed Ocean Staffel mit Craig (Schwimmen), Ben (Surfski) Jule (Board) und Viveca (laufen), diese Staffel fuhr einen ungefährdeten Sieg ein und zeigte erneut die Doninaz des Teams. Zum Abschluss ging auch die Gesamtwertung der Junioren verdient und mit komfortablem Vorsprung an Harsewinkel.
In der offenen Klasse zeigte Clemens Wulkopf eine überragende Form und krönte sich mit drei Meistertitel im Board Race, im Surf Ski Race und im Oceanman. Weitere Vizemeistertitel holten Henrik Dicke im Beach Flags und Luisa Waltermann im Surf Ski Race. Auch die Beach Sprint Staffel der offenen Klasse mit Thilo Brockmeyer, Henrik Dicke, Noel Sparmann und Clemens Wulkopf erkämpfte sich einen zweiten Platz. Für die offene Klasse reichte es nach neunmaligem Gewinns der Gesamtwertung nur zu einem dritten Platz hinter der Innerschwyz und Gelsenkirchen-Buer.
Insbesondere die Junioren Rettungssportler machen sich nun großen Hoffnungen auf die Teilnahme an den europäischen Juniorenmeisterschaften in Irland im September im Nationaltrikot. Wir werden berichten. In der offenen Klasse wurde Clemens Wulkopf bereits für die Weltmeisterschaft in Südafrika nominiert und wird erneut für Deutschland starten.
Um auch unser gesamtes Vereinsteam zur Weltmeisterschaft zu bringen, sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen. Rückfragen gerne an: rettungssport@harsewinkel.dlrg.de.
(Bild: & Textquelle: DLRG Harsewinkel/Britta Erdmann – Foto: Toma Unverzagt)




























Das was? Na, das Spöggsken!