Grüne Harsewinkel informieren am No Butts Day über Umweltproblem Zigarettenfilter

Ortsverband der Grünen in Harsewinkel am internationalen No Butts Day 2026 (Foto: Bündnis 90-Die Grünen Harsewinkel).

Mit einem Infostand auf dem Marktplatz hat der Ortsverband der Grünen in Harsewinkel am internationalen No Butts Day (04.Juli 26) auf die oft unterschätzten Folgen achtlos weggeworfener Zigarettenfilter aufmerksam gemacht.

Der weltweite Aktionstag wurde 2019 in Amsterdam ins Leben gerufen und soll das Bewusstsein für die erheblichen Umweltbelastungen durch Zigarettenkippen schärfen. Im Mittelpunkt der Aktion stand die Aufklärung über die Zusammensetzung von Zigarettenfiltern. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme bestehen sie weder aus Papier noch aus Watte, sondern aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Hinzu kommen zahlreiche Schadstoffe wie Nikotin, Schwermetalle wie Cadmium und Blei sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Gelangen achtlos weggeworfene Zigarettenfilter in die Umwelt, können diese Stoffe bereits nach kurzer Zeit ausgewaschen werden und in Gewässer oder das Grundwasser gelangen. Eine wissenschaftliche Studie der Berliner Hochschule für Technik und der Technischen Universität Berlin kommt zu dem Ergebnis, dass eine einzige Zigarettenkippe bis zu 1.000 Liter Wasser mit Nikotin in Konzentrationen belasten kann, die über dem ökotoxikologisch unbedenklichen Schwellenwert liegen (Green, Putschew & Nehls, Journal of Hydrology, 2014).

Als praktische Unterstützung verteilten die Grünen kostenlose Taschenaschenbecher. Diese ermöglichen es Raucherinnen und Rauchern, ihre Zigarettenreste unterwegs aufzubewahren und später ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher des Wochenmarktes fiel nach Angaben des Ortsverbandes durchweg positiv aus. Viele zeigten Interesse an den Informationen und begrüßten, dass die Grünen mit der Aktion ein konkretes Umweltproblem in den Mittelpunkt stellten. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass es dabei nicht um Wahlkampf, sondern um Umweltaufklärung und praktische Lösungen ging. F. Röttger (stellvertretende Ortsverbandssprecherin) brachte das Anliegen der Aktion mit einem persönlichen Vergleich auf den Punkt: „Manchmal behandeln wir Umweltprobleme wie kleine Kinder ihre Sorgen: Augen fest zukneifen – wird schon weg sein. Zigarettenfilter und viele andere Umweltprobleme beherrschen diesen Zaubertrick leider nicht.“

Mit der Aktion zum No Butts Day wollten die Grünen dazu beitragen, das Bewusstsein für ein oft übersehenes Umweltproblem zu stärken und zeigen, dass schon kleine Veränderungen im Alltag – wie das Mitführen eines Taschenaschenbechers – einen Beitrag zum Schutz von Natur und Gewässern leisten können.

 

(Bild- und Textquelle: Bündnis 90-Die Grünen Harsewinkel).