Schlagkraft und Professionalität im Ehrenamt. Die 164 aktiven Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel, die sich in die drei Löschzüge Harsewinkel, Marienfeld und Greffen unterteilt, haben am Freitag im Rahmen der jährlichen Generalversammlung ihre breit gefächerte Notfall- und Einsatzereignisse des Vorjahres bilanziert.
Dabei wurde deutlich, das nicht immer die Brandbekämpfung im Vordergrund steht, sondern den 63 aktiven Männern und Frauen des Löschzuges Harsewinkel, den 42 Einsatzkräften aus Greffen sowie den 54 Mitgliedern des Löschzug Marienfeld vielfältige Einsätze abverlangt werden, wurde am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung in der Mensa des Schulzentrums deutlich. Insgesamt 200 Einsätze rund um Brände, Explosionen, Brandsicherheitswachen und technischen Hilfeleistungen, wie nach Verkehrsunfällen, Wasser- und Sturmereignissen, Gasaustritten, Menschen oder Tieren in Notlagen oder Ölunfällen wurden im Vorjahr abgearbeitet. In 2024 waren es 204. Das große Zusammenkommen in der Mensa des Schulzentrums wurde zudem genutzt, um Aktive zu verabschieden, verdiente Mitglieder zu ehren aber auch in neuen Positionen willkommen zu heißen. Dabei wurde deutlich, wie viel Erfahrung, Engagement und Nachwuchsarbeit in den drei Löschzügen Harsewinkel, Marienfeld und Greffen vereint sind.
Zu Beginn der Versammlung begrüßte Leiter der Feuerwehr Christoph Wienströer neben den Kameradinnen und Kameraden auch Pamela Westmeyer, Bürgermeisterin der Stadt Harsewinkel, sowie Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper. In seinem Jahresbericht blickte Wienströer auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Man habe erneut eine Vielzahl unterschiedlicher Einsatzlagen bewältigt. Besonders in Erinnerung blieb der 20. Januar, als eine Bombendrohung beim Unternehmen Arvato den ersten Großeinsatz des Jahres auslöste. Vorrangige Aufgabe sei es gewesen, die zahlreichen Mitarbeitenden aus den kalten Wartebereichen im Außenbereich zügig in Sicherheit und Wärme zu bringen. Mit Bussen wurden sie in die Mehrzweckhalle transportiert. „Hier zeigte sich, dass dank guter Vorplanungen alles gut verlaufen ist“, betonte Wienströer. Mit Blick auf die Zukunft appellierte der Feuerwehrchef an die Einsatzkräfte, bei Alarmierungen möglichst zahlreich zu den Einsätzen zu erscheinen, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr weiterhin sicherzustellen und eine hauptamtliche Wehr entbehrlich zu machen. Zudem dankte er den örtlichen Gewerbetreibenden, die mit kleinen Rabatten und Unterstützungen zur Förderung des Ehrenamtes beitragen. Erfreut zeigte er sich außerdem über Gespräche mit der Gesamtschule zur Einrichtung einer Feuerwehr-AG, um frühzeitig Nachwuchs für die Feuerwehr zu gewinnen.
Bürgermeisterin Pamela Westmeyer schlug in ihrem Grußwort zunächst einen humorvollen Ton an. Angesichts der zahlreichen Uniformierten sagte sie augenzwinkernd, sie sei selten bei einer Veranstaltung gewesen, „bei der so viele junge und gut gekleidete Menschen anwesend sind“. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung der Versammlung als wichtigen Moment der Rückschau, aber auch des Ausblicks. Die Feuerwehr sei eine tragende Säule der Sicherheit in der Stadt Harsewinkel. Westmeyer dankte allen Aktiven ausdrücklich für ihren ehrenamtlichen 24/7-Dienst und das Abarbeiten der vielfältigen Einsätze, für die sie stets Zeit, Kraft und persönliches Engagement aufbringen. „Wir alle wissen, was wir an euch haben“, betonte die Bürgermeisterin. Deshalb sei es auch unerlässlich, dass die Feuerwehr gut ausgestattet sei. In diesem Jahr sollen drei neue Einsatzfahrzeuge sowie neue Einsatzkleidung an die Löschzüge übergeben werden. Darüber hinaus werde weiterhin in den Erhalt und die Modernisierung von Gebäuden und Ausrüstung investiert. Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes auch auf Kreisebene. Rund 3.900 Frauen und Männer engagieren sich kreisweit in den Feuerwehren der 13 Kommunen. Gleichzeitig äußerte er sich besorgt über die zunehmenden Übergriffe auf Einsatzkräfte. Diese würden jedoch konsequent zur Anzeige gebracht, machte Holtkemper deutlich.
Ehrenamt mit Ausdauer, Einsatz und Verantwortung Ein besonderer Fokus der Generalversammlung lag auf der Verleihung von Leistungsnachweisen, die den regelmäßigen Einsatz und die kontinuierliche Teilnahme an Feuerwehrleistungsübungen würdigen. Für fünfmalige Teilnahme erhielten das Goldabzeichen Unterbrandmeister Luca Venticinque (LZ Harsewinkel), Hauptfeuerwehrmann Nicklas Krieft sowie Unterbrandmeister Andreas Lehmberg und Oberfeuerwehrmann Daniel Heuckmann (alle LZ Greffen). Für zehn Teilnahmen wurden Unterbrandmeister Andreas Rolf (LZ Marienfeld) und Unterbrandmeister Karsten Schröder (LZ Greffen) mit Gold auf blauem Grund ausgezeichnet.
Gold mit grünem Grund für 20 Teilnahmen ging an Hauptbrandmeister Markus Diekmann (LZ Greffen). Eine besondere Auszeichnung erhielt Stadtbrandinspektor Dietmar Fölling vom Löschzug Harsewinkel, der für 40 absolvierte Leistungsnachweise mit Gold mit Kranz geehrt wurde.
Ebenso standen Verdienste über Jahrzehnte im Mittelpunkt. Bürgermeisterin verlieh die Feuerwehr-Ehrenzeichen für langjährige aktive Dienstzeit. Das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre erhielten Brandinspektor Michael Mense, Oberbrandmeister Jörg Wesselmann und Hauptfeuerwehrmann David Birkholz (alle LZ Harsewinkel) sowie Brandoberinspektor Michael Johandeiter (LZ Greffen). Für 35 Jahre aktiven Dienst wurde Hauptbrandmeister Martin Poppenborg (LZ Harsewinkel) mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.
Darüber hinaus verlieh der Kreisbrandmeister zahlreiche Ehrennadeln für Feuerwehrzugehörigkeit. Für zehn Jahre wurden Unterbrandmeister Kevin Moreno Benitez, Brandmeister Steffen Brinkrolf und Unterbrandmeister Sebastian Löscher (alle LZ Harsewinkel) sowie Hauptfeuerwehrmann Nicklas Krieft (LZ Greffen) geehrt. Die Ehrennadel für 40 Jahre erhielten Hauptfeuerwehrmann Thomas Wernsmann (LZ Greffen) und Hauptfeuerwehrmann Ewald Lüffe (LZ Harsewinkel). Für 50 Jahre Zugehörigkeit wurde Unterbrandmeister Heinrich Große-Heilmann (LZ Harsewinkel) ausgezeichnet. Für 60jährige Treue wurde Aloys Grawe geehrt.
Auch personelle Veränderungen prägten den Abend. In die Ehrenabteilung verabschiedet wurden Brandinspektor Reinhard Fechtelkord und Unterbrandmeister Manfred Fechtelkord (beide LZ Marienfeld) sowie Unterbrandmeister Thomas Pelkmann (LZ Harsewinkel). Gleichzeitig wurde die Amtszeit von Brandoberinspektor Alfons Hennemann als Löschzugführer in Greffen um weitere sechs Jahre verlängert. Ebenfalls verlängert wurden die Amtszeiten von Oberbrandmeister André Hackfort als Jugendfeuerwehrwart sowie Unterbrandmeister Marcel Pollmeier als dessen Stellvertreter. Ausgeschieden ist Brandoberinspektor Jörg Thiede, der nach elf Jahren als stellvertretender Löschzugführer des Löschzugs Marienfeld aus dem Amt verabschiedet wurde. Neue Verantwortung übernahmen Oberbrandmeister Marcel Kroeger als zweiter stellvertretender Löschzugführer in Harsewinkel sowie Hauptbrandmeister Daniel Hecker in gleicher Funktion für den Löschzug Marienfeld.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt galt den zahlreichen Beförderungen. Zu Oberfeuerwehrmännern und -frauen ernannt wurden Florian Jenrich, Mia Qubeldey, Philipp Merschmann, Lennart Schmidt, Jan Philipp Schmidt (alle LZ Harsewinkel) sowie Bernd Bettmann (LZ Marienfeld). Neue Hauptfeuerwehrmänner und -frauen sind Julian Pollmeyer (LZ Greffen), Dominik Aistermann, Christian Hecker, Inken Oelrichs und André Landwehr (alle LZ Marienfeld). Zu Unterbrandmeistern wurden David Birkholz und Marcel Jahns (LZ Harsewinkel), Nicklas Krieft (LZ Greffen) sowie Julia Pollmeier (LZ Marienfeld) ernannt. Den Dienstgrad Brandmeister tragen nun Kevin Moreno Benitez und Henrik Dickhausen (beide LZ Harsewinkel) sowie Marvin Schürmann (LZ Marienfeld). Zu Oberbrandmeistern wurden Marcel Kroeger, Steffen Brinkrolf und Dean Nicholsen (alle LZ
Harsewinkel) befördert. Brandinspektor wurde Christoph Budde (LZ Marienfeld), den Rang des Brandoberinspektors erhielten Julian Austermann (LZ Harsewinkel) und Jörg Thiede (LZ Marienfeld).
(Text- und Bildquelle: Media Vision/GG)































Das was? Na, das Spöggsken!