Entwicklung des Kreishaushaltes GT: Ausschuss für Wirtschaft, Digitalisierung, Finanzen und Rechnungsprüfung

Die Lage der kommunalen Finanzen spitzt sich weiter zu – das macht sich auch im Kreishaushalt bemerkbar. Darüber informierte Kämmerer Andreas Poppenborg im Ausschuss für Wirtschaft, Digitalisierung, Finanzen und Rechnungsprüfung. Der Kreis Gütersloh läuft nach aktuellem Stand auf ein höheres Defizit im Haushalt 2026 zu als bislang geplant. Auch für 2027 zeichnet sich bereits jetzt ein Mehrbedarf ab, den der Kämmerer durch Einsparungen zumindest teilweise gegenfinanzieren will.

Der Jahresabschluss 2025 wird voraussichtlich keine zusätzlichen finanziellen Spielräume bringen. Für das laufende Jahr 2026 zeichnet sich nach einer ersten Einschätzung ab, dass das bereits eingeplante Defizit um rund 1,8 Millionen Euro größer ausfallen könnte.

Aktuell wird der Planungsstand für den Haushalt 2027 noch einmal kritisch überprüft. Die Fachabteilungen sind aufgefordert, weitere Vorschläge für Einsparungen und Verbesserungen zu erarbeiten. Dabei geht es unter anderem um Aufgaben und Standards, Prozessoptimierungen, Digitalisierung und den Einsatz von KI.

Der angestoßene Konsolidierungsprozess wird sich voraussichtlich über das gesamte Haushaltsverfahren 2027 erstrecken. Ein Eckwertebeschluss ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.

In der nächsten Ausschusssitzung am 9. Juli werden der überarbeitete Planungsstand sowie weitere Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung vorgestellt und diskutiert.

 

(Text- und Bildquelle: Referat Presse – Kreis Gütersloh)