Engagement, das trägt: Kolpingfamilie Marienfeld zieht positive Bilanz!

(v.l.): Thomas Austermann, Alfred Bisping, Wolfgang Kühle, Friedhelm Thüte, Christiane Markmann und Werner Ketteler (Foto: Gabriele Grund).

Die Pflege und Weitergabe christlicher Werte prägt seit jeher das Selbstverständnis der Kolpingfamilie Marienfeld. Glaube, Toleranz, Respekt und soziales Engagement bilden dabei das Fundament der Gemeinschaft. Ergänzt wird dies durch ein bewusst gelebtes Miteinander, das auch Geselligkeit und Gemeinschaftspflege einschließt. Mehr als 320 Mitglieder tragen diese Haltung aktiv mit und sorgen dafür, dass die Werte nicht nur bei kirchlichen Veranstaltungen, sondern ebenso im Alltag sichtbar werden. Dass dieses Konzept trägt, zeigt sich in einer konstanten Zahl an Neueintritten.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Pfarrheim zog der erste Vorsitzende Werner Ketteler eine entsprechend positive Bilanz. Sein besonderer Dank galt den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in vielfältiger Weise für den Zusammenhalt innerhalb der Kolpingfamilie einsetzen. Neben den turnusmäßigen Berichten standen vor allem die Vorstandswahlen im Mittelpunkt. Dabei wurden der stellvertretende Vorsitzende Thomas Austermann sowie Kassierer Wolfgang Kühle jeweils für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Kühle kündigte mit dem ausdrücklichen Wunsch, künftig jüngeren Mitgliedern Verantwortung zu übertragen, zugleich an, dass dies seine letzte Amtszeit sein werde. Als Beisitzer wurden Alfred Bisping, Christiane Markmeier und Friedhelm Thüte erneut bestätigt.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte die Vorstellung eines besonderen Projekts. Unter dem Titel „Das Projekt meines Lebens – Father John“ berichteten die Kolpingmitglieder Gabi und Alfred Bisping über die Bildungsinitiative des nigerianischen Priesters Father John Chidubem Nwaogaidu. Der Geistliche wurde im Oktober 2024, nach seinem einjährigen Sabbatjahr in der katholischen Kirchengemeinde in Greffen, offiziell verabschiedet, um in seine nigerianische Heimat zurück zu kehren. Im Südosten Nigerias engagiert sich Father John seit Jahren für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Sein Ansatz ist Bildung als Schlüssel zur Überwindung von Armut und sozialer Ungleichheit. Bislang konnten bereits

92 Kinder durch das Projekt gefördert werden. 40 von ihnen haben ihre Schulausbildung erfolgreich abgeschlossen, aktuell besuchen 52 weitere Kinder dank der Unterstützung Schulen vor Ort. Doch die Herausforderungen sind erheblich, denn der Besuch weiterführender Schulen ist in Nigeria oft mit hohen Kosten verbunden, die viele Familien nicht tragen können. Hinzu kommt, dass Kinder aus finanzieller Not heraus häufig zum Familieneinkommen beitragen müssen, anstatt eine Schule zu besuchen. Genau hier setzt das Patenschaftsprojekt an, denn es ermöglicht Kindern den Zugang zu Bildung und damit zu realistischen Zukunftsperspektiven. Father John, der selbst mehrere Jahre in Deutschland tätig war, hat das Projekt nach seiner Rückkehr 2015 mit Unterstützung aus der Kirchengemeinde St. Clemens Münster-Hiltrup aufgebaut. Die Kolpingfamilie Marienfeld wird dieses Engagement ab 2026 aktiv unterstützen.

Damit sich die Mitglieder der Kolpinggemeinschaft auch in diesem Jahr wieder auf erlebenswerte Aktivitäten freuen kann, haben die Programmverantwortlichen etliche familienfreundliche und gesellige Aktionen erarbeitet.  Am 28. März findet die Strauchgutsammlung statt.

Es folgt am 31.März der Kreuzweg in Stromberg. Die Osterzeit wird am 05.April mit dem Ostereierverkauf nach der Messe sowie am selben Abend mit dem Osterfeuer gestaltet. Am 09.April steht ein gemeinsamer Besuch des Museums Hagen auf dem Programm. Im Mai beginnt das Programm am 01.Mai mit dem Hüttenfest, gefolgt von einer Wanderung am 3.Mai. Am 7.Mai ist eine Fahrt nach Garzweiler geplant. Die Maiandacht findet am 8.Mai statt, der Kolpinggebetsruf am 21.Mai. Am 11.Juni führt eine Fahrradtour zum Verstärkeramt nach Wiedenbrück. Vom 19. bis 21.Juni wird das Vater-Kind-Zelten angeboten. Der Juli startet am 2. mit einem Ausflug in den NaturaGart-Park Ibbenbüren. Am 3. Juli folgt das Vortreffen zur Kanutour, die schließlich vom 19. bis 25. Juli durchgeführt wird. Zum Abschluss der Sommeraktionen findet am 23.August eine Familien-Fahrradrallye statt, bevor am 28.August mit dem Besuch der „Symphonie der Pferde“ ein weiterer Höhepunkt folgt.

 

(Bild- und Textquelle: Gabriele Grund)