Die Lokale Agenda Umwelt lässt sich auch durch die Pandemie nicht komplett ausbremsen
Am Samstag, den 5. Dezember, welcher auch zufällig Tag des Ehrenamts war, pflanzte die Lokale Agenda heimische Gehölze und Sträucher im Moddenbachtal in Harsewinkel. Auf der ehemaligen Blühwiese griffen zahlreiche Mitglieder und Unterstützer der Lokalen Agenda Umwelt unter der Regie von Landschaftsgärtner Georg Ries zwischen Friedhof und Spielplatz ehrenamtlich zur Schaufel und setzten bei strahlendem Sonnenschein rund 50 Sträucher.
Vielfältige einheimische Gewächse wie Schlehe, Heckenkirsche, Liguster, Heckenrose, Weißdorn, Haselnuss, Hainbuche, Eberesche, Pfaffenhütchen, Holunder, Hartriegel, Faulbaum, Kornelkirsche, Schneeball, Trauben- und Vogelkirsche sollen im Moddenbachtal gedeihen und zukünftig einen artentypischen Lebensraum für zahllose Tier- und Pflanzenarten darstellen. Die Anpflanzung der Heckensträucher wird Insekten, Vögeln und vielen Kleintieren als Deckung, Lebensraum und Nahrungsquelle dienen und zusätzlich für eine optische Aufwertung des Stadtparks sorgen. Damit alles planmäßig wächst und gedeiht, übernimmt Georg Ries auch zukünftig die Pflege der Pflanzen.
Die Lokale Agenda Umwelt, die sich auch durch die Pandemie nicht komplett ausbremsen lässt, möchte gemeinsam und konkret für die Natur in Harsewinkel, Marienfeld und Greffen handeln. Man möchte Dinge anpacken und bewegen, anstatt sich nur auf die Politik zu verlassen. Denn wie Maria Abeck-Brandes als Sprecherin der lokalen Umweltgruppe anmerkt, will jeder Umweltschutz und auf dem Papier wird vieles beschlossen, aber umgesetzt wird davon kaum etwas. Ob diese Kritik so kurz nach der Kommunalwahl Gehör findet oder ob das Thema erst wieder kurz vor den nächsten Wahlen konkret wird, das bleibt abzuwarten.
Die Lokale Agenda Umwelt Harsewinkel ist aber keine Gruppe von Mahnern und Nörglern. Ganz im Gegenteil. Die Gruppe setzt tatkräftig Projekte um und gibt jedem gerne Anleitung und Tipps, wie man selbst im heimischen Garten oder in der eigenen Umgebung zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen kann. Mit Info-Ständen, naturkundlichen Exkursionen für Kinder und Erwachsene, der Verteilung des Saatguts der Harsewinkler Mischung für den eigenen Garten, Kursen zum Thema Obstbaumschnitt oder größeren Projekten wie der Kuhteichfläche in Marienfeld, möchte man die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und dazu befähigen, einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz vor Ort leisten zu können.
Für das Jahr 2021 plant die Lokale Agenda Umwelt im Frühjahr die Pflanzung von 1000 Osterglocken an verschiedenen Orten in Harsewinkel, Marienfeld und Greffen. Maria Abeck-Brandes finanziert die Zwiebeln dafür mit den 500 Euro, die sie vor einem Jahr mit dem Theo-Suer-Preis für Ihr ehrenamtliches Engagement für unsere Umwelt erhalten hat.
Interessenten, die ebenfalls mit Naturschutz im Ehrenamt einen wichtigen Beitrag leisten möchten, können sich mit ihren Fragen per E-Mail (BrandesJH@t-online.de) an die Umweltgruppe der Lokalen Agenda wenden.

































Das was? Na, das Spöggsken!