Rettungssportlerinnen der DLRG Harsewinkel haben bei den Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften ordentlich abgeräumt

Nina Holt (Foto: Steph Dittschar)

Weltrekord, Deutsche Rekorde, Gold- und Silbermedaillen – bei den Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften der DLRG haben die Rettungssportlerinnen der DLRG Harsewinkel ordentlich abgeräumt.

Im Mittelpunkt stand vor allem Nina Holt. Die 19-jährige Sportsoldatin aus Erkelenz, die seit eineinhalb Jahren für die heimische Ortsgruppe startet, setzte mit einem Weltrekord und zwei deutschen Rekorden ein deutliches Zeichen ihrer Stärke. Einen weiteren Deutschen Rekord schwamm Harsewinkels jüngster Neuzugang Alica Gebhardt. Vier Siege in den sechs Einzeldisziplinen der Frauen gehen auf das Konto der DLRG Harsewinkel. Auf den vier Staffelstrecken gewann das Frauenteam der DLRG Harsewinkel drei Silbermedaillen, oftmals sehr knapp hinter der Mannschaft aus Halle-Saalekreis. Holt und Gebhardt wurden hier von Ricarda Gottschlich, Loreen Quinke und Clara Steinberg verstärkt. Für Loreen Quinke, die im Vorjahr noch eine Bronzemedaille im 100 Meter Lifesaver gewonnen hatte, erreichte in diesem Jahr trotz persönlicher Bestzeit Platz 5. Ein Zeichen, wie stark besetzt die Meisterschaft in diesem Jahr war.

Unabhängig von dem regulären Meisterschaftsmodus der DLRG und dem Qualifikationsweg über Bezirks- und Landesmeisterschaften hin zur Deutschen Mehrkampfmeisterschaft am Jahresende schwimmen die Rettungssportler bei der Deutschen Einzelstreckenmeisterschaft (DEM) auch die Einzeltitel aus – in diesem Jahr in der Bundeswehrsportschule in Warendorf. Die DEM ist für die DLRG-Bundestrainerin Elena Prelle zugleich die Qualifikation, um ihr Nationalteam für die Weltmeisterschaft im September zusammenstellen. Dort dürfte Nina Holt gesetzt sein. Die junge Ausnahmesportlerin drückte die deutsche Bestmarke im 50 Meter Retten einer Puppe (0:33,28 Minuten) ebenso wie im 200 Meter Hindernisschwimmen (2:08,29 Minuten). Zusätzlich senkte sie die Weltbestzeit in der 100 Meter kombinierten Übung, die bisher eine Italienerin hielt, auf 1:08,06 Minuten. Diese Disziplin bedeutet: Nach 50 Meter Freistil gilt es 17 Meter zu tauchen, eine Puppe vom Beckenboden zu bergen und weitere 33 Meter ins Ziel zu schleppen. Für Nina, die bereits einen Junioren-Weltrekord hält, ist dies der erste Weltrekord in der offenen Klasse. Und damit auch die erste Weltbestmarke in der Geschichte der DLRG Harsewinkel.

Ihr nächster großer Höhepunkt sind die World Games – die Weltspiele der nichtolympischen Sportarten – im Juli in den U.S.A. Dort hat Nina Holt, ebenso wie Alica Gebhardt (24), ihren Startplatz bereits sicher. Alica Gebhardt gilt als Langstreckenspezialistin innerhalb der DLRG. Sie wurde am Wochenende Vierte im 200 Meter Hindernisschwimmen (2:13,58 Minuten) und wurde in neuer deutscher Rekordzeit Deutsche Meisterin im 200 Meter Superlifesaver (2:23,71 Minuten) – einer Kombination aus Freistilschwimmen, Retten einer Puppe und Umgang mit Flossen und Gurtretter.

Bei den Männern schickte die DLRG Harsewinkel ein Nachwuchsteam an den Start mit den 15- und 16-jährigen Thilo Brockmeyer, Till Ole Goth, Niklas Nathmann und Linus Schumann, die zwei gute Staffeln schwammen, über die Vorläufe aber nicht hinauskamen. „Sie haben aber wichtige Erfahrungen auf dieser großen Meisterschaft sammeln können“, sagt Trainer Dirk Brockmeyer zufrieden.

 

(Text- und Bildquelle: Edgar Zumholte/ Pressewart DLRG Harsewinkel)