GRÜNE im Gespräch mit dem Verkehrsverein Harsewinkel e.V.: Gedankenaustausch zur Entwicklung der Innenstadt

Am 26. August 2020 hat sich die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf Einladung des Verkehrsvereins Harsewinkel e.V. mit Vertretern getroffen, um sich im persönlichen Austausch über Elemente des Integrierten Stadterneuerungskonzeptes (ISEK) auszutauschen. Dieses Konzept sollte in der letzten Sitzung (der endenden Wahlperiode) des Planungs- und Bauausschusses Ende August 2020 eingebracht und beraten werden.

Mit großem Interesse haben die Mitglieder vom Verkehrsverein Harsewinkel e.V. die Beauftragung und Entwicklung um das ISEK verfolgt. Bereits zur Auftaktveranstaltung des ISEK´s Anfang diesen Jahres hat sich ein Teil der Gewerbetreibenden aus der Innenstadt eingefunden und rege an der Diskussion mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern beteiligt.

Den grundsätzlichen Überlegungen, ein Konzept mit Fördergeldbeantragung u.a. zur Sanierung und neuen Etablierung des Gasthofes Wilhalm als „Dritter Ort“ in Auftrag zu geben, stehen die Kaufleute positiv gegenüber. Auch dem grundsätzlichen Gedanken, die Innenstadt als zentralen Ort der Begegnung und des Handels zu stützen und weiterzuentwickeln, stehen die Mitglieder des Verkehrsvereins aufgeschlossen gegenüber.

Bei dem Gedankenaustausch haben die drei anwesenden Vertreter des Verkehrsvereins, Harald Richter (EURONICS P.A. Richter), Guido Heiringhoff (Horsthemke – Mode am Alten Markt) und Chris Brentrup (Brentrup – Ihr Bettenspezialist) anschaulich ihre Sicht als Kaufleute zu den – für sie – wichtigsten Elementen aus dem Integrierten Stadterneuerungskonzept (ISEK) erläutert und bewertet.

Fraktionsvorsitzende Brunhilde Leßner und Ratsherr Juan Carlos Palmier

Ein zentraler Punkt des Gedankenaustausches war die Verkehrsführung durch die Innenstadt. Übereinstimmende Einigkeit bestand bei der problematischen und belastenden Fahrzeugdichte durch den Feierabendverkehr der Claas-Mitarbeiter am frühen Nachmittag. Auf der anderen Seite fordern Kunden, mit ihrem PKW direkt vor die Geschäfte fahren und dort parken zu können.

Dabei die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse aller Betroffenen in Einklang zu bringen, war schon in der Vergangenheit eine große Herausforderung. Die Geschäftsinhaber betrachten Überlegungen zu einer evtl. Verkehrsberuhigung oder einer generellen Sperrung der Innenstadt für den Individualverkehr mit großer Sorge. Dies schließt aktuelle Vorschläge zu einer Einbahnstraßenregelung mit ein.

Die Gesprächspartner des Verkehrsvereins warnen vor unüberlegten oder gar übereilten politischen Entscheidungen zur innerstädtischen Verkehrsführung, um eine weitere Benachteiligung der Einzelhändler zu vermeiden. Denn es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen einer lebendigen Einkaufsinnenstadt und der damit verbundenen guten Erreichbarkeit – auch mit dem PKW. Guido Heiringhoff (Horsthemke – Mode am Alten Markt) berichtete von unterschiedlichen Beispielen aus anderen Städten und verdeutlichte damit das schlichte Überleben der Geschäfte.

Bei dem ideenreichen und vertrauensvollen Gespräch wurde auch die Position der Grünen in Harsewinkel deutlich, dass sich Kommerz und Umweltschutz nicht ausschließen und gemeinsame Lösungsansätze zum Nutzen aller Beteiligten denkbar sind. Die sichere Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer und der Umweltschutz sind – zum Vorteil aller – überlegt und abgestimmt weiter auszubauen.

Brunhilde Leßner (Fraktionsvorsitzende) und Juan Carlos Palmier (Ratsherr und Bürgermeisterkandidat), die stellvertretend für die Grünen das Gespräch führten, bedanken sich recht herzlich für das konstruktive und lösungsorientierte Gespräch.

 

(Text- und Bildquelle: Bündnis 90/Die Grünen Harsewinkel)

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